Ich kann mir vorstellen, daß es den Mitgliedern der "Eckhart-Kommission" ähnlich ging, als sie sich bzgl. "der lateinischen Schriften" am 30. Oktober 1933 das Ziel setzten, die Ausgabe "in höchstens 2 Jahren abzuschließen" [E-Ausgabe, S. 48]. Im Dezember 1938, nachdem bereits neun Lieferungen erfolgt waren (3 der deutschen und 6 der lateinischen Werke), zeigte sich Benz optimistisch, "in zwei bis drei Jahren (..) die fertige Gesamtausgabe (..) überreichen zu können" [E-Ausgabe, S. 192] und noch 1953, nachdem weitere 5 Lieferungen erfolgt waren und noch kein einziger der ursprünglich veranschlagten 8 Bände (6 lateinische, 2 deutsche) fertig vorlag, glaubte Weiß, die Textedition der lateinischen Texte würde "im Jahre 1959" abgeschlossen sein [E-Ausgabe, S. 250]).
Es ist ja nicht so, daß eine lange Editionslaufzeit von hier 88 Jahren (1936-2024) etwas Besonderes darstellt. Als ein Beispiel aus der langen Liste der schon seit Ewigkeiten laufenden und noch lange nicht abgeschlossenen Editionen sei nur die Leibniz-Ausgabe genannt, deren erster Band 1914 erschien und deren Dauer noch bis mindestens 2050 veranschlagt wird (Stand 2007).
Es hatte mich quasi von Anfang an interessiert, wie es denn zu der Eckhart-Ausgabe gekommen war und wollte das im Kontext der Wirkung darstellen. Da mir aber damals (Juni 2001) nur die Angaben von Degenhardt und Schaller sowie die spärlichen Aussagen in einigen Vorworten der DLW zur Verfügung standen, verschob ich das auf später.
Dabei hätte mir allerdings auffallen können, daß, wenn Weiß in seinem Artikel "Die Seelenmetaphysik des Meister Eckhart" im 4. Heft der ZKG 52 von 1933 auf die "unlängst gegründete 'Meister-Eckart-Kommission'" hinweist und als Datum "Abgeschlossen am 10. Oktober 1933" setzt, die Behauptungen von Koch ("Sitzung der Notgemeinschaft", LW IV, 1956, S. VII) und Quint ("Inangriffnahme", DW I, 1958, S. VII), die Gründung hätte 1934 stattgefunden, nicht zutreffen konnten [E-Ausgabe, S. 252]. Tatsächlich wird das Datum 18. Juli 1933 m.W. erstmals in dem Band "Meister Eckharts Rezeption im Nationalsozialismus. Studien zur ideologischen Ambivalenz der ‚deutschen‘ Mystik
" von Maxime Mauriège und Martina Roesner aus dem Jahre 2022 genannt.
Jedenfalls sollte es 24 Jahre dauern, bis das Thema plötzlich wieder aktuell wurde (mehr dazu im Vor- und Nachwort des Buches). Mit der hier vorliegenden Seite möchte ich einige der Themen ansprechen und dazu teils zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen sowie auf die Auseinandersetzungen der beiden Konfessionen mit der "Deutschen Glaubensbewegung
" eingehen (Tagung, Hjelde), die im Buch keine Rolle spielen. Außerdem kann ich so die wohl leider immer notwendigen Errata nachreichen.
Prolog |
Es folgt eine Liste der lateinischen Handschriften, die zu Beginn der Edition bekannt waren, und der Drucke, die für die Ausgabe der deutschen Werke relevant sind. Auf die Liste der deutschen Hss. habe ich verzichtet. Dann stelle ich die wichtigsten Arbeiten vor, die den Ruf nach einer verbindlichen Gesamtausgabe im Laufe der Zeit immer häufiger erschallen ließen. Als da wären: Pfeiffer (1857 - deutsche Texte), Denifle (1886 - lateinische Texte), Büttner (1903, 1909 - Übersetzung), Daniels (1923) und Théry (1926) - Responsio, Grabmann (1926) und Longpré (1927) - Quaestionen, Karrer (1927 - Üb. der Responsio), Théry (1928/29 - Ed. des Sapientiakommentars) und schließlich Rosenberg (1930). Letzterer trägt zwar inhaltlich nichts bei, sorgt aber durch die zunehmende Verbreitung seines "Blut-und-Ehre-Eckharts" (Auflagen: 2. 1931, 3. 1932, 5.-16. Tsd. 1933, 27.-36. 1934 usw.) dafür, daß der Name "Meister Eckehart" in der Öffentlichkeit bekannter wird als jemals zuvor und wahrscheinlich auch danach.
In dieser kurzen Autorenliste bleiben natürlich etliche Arbeiten außen vor, die vor allem für die deutschen Werke wichtig waren wie Sievers Ausgabe des "Paradisus anime" (1872) nach der Hs. O, Jundts Ausgabe nach Str3 (1875) oder die von Jostes nach N1 (1895). Auch hätte ich hier noch Spamer nennen können (1909) oder Pahncke mit seinen diversen Arbeiten zur Echtheit der Predigten sowie die weiteren Übersetzungen von Bernhart (1914), Lehmann (1919) oder Schulze-Maizier (1927) usw. usf. Allein im 19. Jahrhundert sind knapp 350 Titel erschienen, in den Eckhart von der bloßen Erwähnung bis zur alleinigen Beschäftigung mit ihm eine Rolle spielt. Und in den ersten drei Jahrhzehnten des 20. Jahrhunderts bis zur Arbeitsaufnahme der "Eckhart-Kommission" sollten weitere 400 hinzukommen.
Erwähnung finden sollte vielleicht noch Otto Karrers "Meister Eckehart. Das System seiner religiösen Lehre und Lebensweisheit" aus dem Jahr 1926, das für viele Diskussionen sorgte. Karrer stellte darin aus den deutschen und lateinischen Quellen übersetzte Zitate bzw. Textauszüge zu von ihm vorgegebenen Themen zusammen und erstellte damit quasi eine "Blütenlese". Das Ergebnis wurde unterschiedlich aufgenommen. Die Reaktionen reichten von überwiegender Zustimmung bis zur überwiegender Ablehnung.
Einer seiner schärfsten Kritiker war Josef Koch, der ihm in mehreren Beiträgen u.a. Ungenauigkeiten bzw. falsche Übersetzungen nachwies. Karrer reagierte auf alle Kritiken reichlich verschnupft und hielt sich auch mit persönlichen Animositäten nicht zurück. So beendete er eine Antwort auf Koch mit dem Satz: "Man wird nun verstehen und billigen, daß ich künftig einem solchen Kritiker überhaupt nicht mehr antworte" (Theologie und Glaube 20,3 (1928), S. 397), was Koch im gleichen Heft mit "Gewiß, Herr Karrer, man wird das verstehen und billigen" parierte (S. 401). Dem Vernehmen nach soll Karrer sehr daran interessiert gewesen sein, an der Edition mitzuarbeiten. Das er nicht dazu eingeladen wurde, nimmt nach diesem Vorspiel nicht wunder.
1932 |
Ich vermute, daß sich hinter dem Autorenkürzel "G. C.", dessen Beitrag vom Nov./Dez. 1934 ich ausführlich zitiere, der Antifaschist und Briefpartner Klibanskys, Guido Calogero
, verbirgt. Gestützt wird diese Vermutung auch von Maria Teresa Morreale, die in ihrem Artikel "Per la storia della filologia eckhartiana" (1960, S. 171 n. 75) den Beitrag als von G. Calogero stammend referenziert.
Ein "G. C." veröffentlichte 1927 beide Bände Büttners in italienischer Übersetzung, dessen Qualität von Théry so beurteilt wurde: "La traduction italienne de quelques sermons d'Eckhart, ne nous donne plus l'impression de vivacité et de force qu'on éprouve en lisant l'original allemand ; la langue a perdu tout relief ; la construction grammaticale qui nous heurte dans sa forme primitive, et qui, en nous heurtant, force notre attention, est devenue, en italien, une construction régulière et normale. Les phrases se développent, dans cette traduction, monotones et sans vie. Un Eckhart en italien est presque inconcevable !" (RSPT 19,3 (1930), 597).
Das Jahr 1932 ist ab dem Herbst (bis zum Frühjahr 1933) vor allem geprägt von der Auseinandersetzung um die Ausgabe der lateinischen Werke zwischen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (die bereits die Cusanus-Ausgabe herausbrachte), vertreten durch Ernst Hoffmann und Raymond Klibansky auf der einen und den Herren Seeberg (Vater und Sohn) und Konrad Weiß (Berlin) sowie Bernhard Geyer und Josef Quint (Bonn) auf der anderen Seite.
Am 13. August 1932 eröffnet Karl Hüllweck (Eckehart als Künder der Religion des Blutes? Zu Rosenbergs "Mythus des 20. Jahrhunderts"
) in der Zeitschrift "Die Christliche Welt" (Nr. 46 Heft 16, Sp. 731-735) die Auseinandersetzung mit Rosenberg aus protestantischer Sicht. Er beschließt den kleinen Beitrag mit den Worten: "Es brauchte keine Feder um dieser Arbeit willen gerührt zu werden, wenn Rosenberg nicht einen immensen Einfluß - als Vorsitzender des Kampfbundes für deutsche Kultur - gerade auf die heutige Jugend hätte. Um ihretwillen muß die Auseinandersetzung (..) geführt werden. Allerdings - wird man überhaupt noch hören wollen?"
1933 |
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Die Machtübernahme der Nationalsozialisten ändert die Lage grundlegend. Auf zwei Reisen nach Rom im März und Juni kommt Klibansky in Kontakt mit Gabriel Théry O.P., der dort das Historische Institut der Santa Sabina leitet. Dieser offeriert ihm den Plan einer lateinischen Edition unter Federführung des Instituts. Verlegt werden soll die Ausgabe von Felix Meiner in Leipzig, der bereits die Cusanus-Ausgabe herausbrachte.
Am 7. April werden Klibansky und 14 weiteren Heidelberger Professoren die Vorlesungserlaubnis entzogen. Im gleichen Monat trifft er mit Heinrich Rickert Man beachte in diesem Kontext die Situation an den amerikanischen Universitäten nach Trumps "Machtübernahme". Nachdem Ernst Hoffmann der NDW (Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft) am 20. Juni mitgeteilt hatte, daß Klibansky als Herausgeber der von der Heidelberger Akademie (immer noch) eher gedachten als geplanten Gesamtausgabe nicht mehr in Frage kommt, findet in Berlin am 14. Juli die konstituierende Sitzung der "Meister-Eckhart-Kommission" statt [E-Ausgabe, S. 39-41 und Anhang I]. Hier das Exemplar aus Quints Ordner (BA 73/13757). Die Akten der NDW bzw. DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) enthalten auch die Unterlagung über die Stipendien, also wer wann für wie lange Beihilfen erhielt. Dieser lag im Durchschnitt bei 200 RM. Nimmt man das Kaufkraftäquivalent von 5,5 Euro für eine Reichsmark (Berechnung der Bundesbank Jan. 2025), dann entspricht das 1.100 Euro. Dafür kann man heute nicht mal mehr die Miete bezahlen. In Anbetracht der Arbeit, die die meisten Beteiligten in die Edition investierten, kann man nur von einem Taschengeld sprechen. Im August flieht Klibansky aus Deutschland. Im Oktober erscheint nebenstehende Anzeige in den "Dissertationes Historicae" (Fasc. II), herausgegeben vom Institutum Historicum Fratrum Praedicatorum Romae ad S. Sabinae. Damit ist der "Streit um die Eckhart-Ausgaben" offiziell eröffnet [Seeberg, 19.11.33; Meiner, 18.2.35; E-Ausgabe, S. 49. 79 ff.]. Die Nachricht verbreitet sich schnell in den Zeitungen und Zeitschriften des In- und Auslandes und wird z.B. von Hans Barth Die Antwort der Kommission erfolgt am 19. November in der deutschen Literaturzeitung als anonyme "Notiz". Darin heißt es u.a. unter Verweis auf den Artikel von Barth: "Hiernach mußte der Eindruck entstehen, als ob die in Deutschland geleisteten Vorarbeiten für die Herausgabe des Deutschen Eckhart durch die auf Grund des Ariergesetzes erfolgte Übersiedlung des Heidelberger Privatdozenten Klibansky nach Paris der deutschen Wissenschaft verloren und in die Hände des französischen Dominikaners Théry übergegangen seien. In Wahrheit waren jedoch Vorarbeiten schon seit längerer Zeit in Berlin, Breslau und Bonn geleistet worden" (54,47, Sp. 2253) [E-Ausgabe, S. 49-51]. Auch diese Nachricht wird mehrfach teils gekürzt in unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Ebenfalls im August veröffentlicht Yoshiitsu Miyagawa (宮川 義逸) in der Stadt Hirosaki privat eine 36-seitige Studie "Über die Seele bei Eckhart" (エックハルトに於ける「たましひ」について). Es ist dies die zweite japanische Arbeit nach Kiyoshi Takemuras (竹村 清), dessen Beitrag über "Eckhart und die deutsche Mystik" (エックハルト及獨逸神秘主義) zwei Jahre zuor in Tokio bei Shinseido erschienen war. |
![]() Niederschrift vom 14. Juli 1933 ![]() Ankündigung der MEOL |
1934 | ||
| Rosenberg | ||
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Für den Eckhart-Rezeptionisten sind es vor allem zwei Dinge, die in diesem Jahr besonders hervorstechen. Das eine ist natürlich das Erscheinen des ersten Heftchens der Magistri Eckardi Opera Latina, das von Meiner am 11. Juni stolz im Börsenblatt verkündet wird: "Bei mir beginnen zu erscheinen" und nach den angekündigten 14 Tagen tatsächlich am 25. Juni ausgegeben wird.
Obwohl es sich nur um ein schmales Faszikel von knapp 30 Seiten (13 S. Prefatio und 17 S. Edition des Pater noster "Super oratione dominica") im Format 15,5 mal 24 cm handelt, wird das Erscheinen im In- und Ausland mit nahezu einhelliger Zustimmung begrüßt und übertrifft mit über 30 Besprechungen sogar die erste Ausgabe einer Übersetzung von Büttner 1903, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, das eine Edition der lateinischen Schriften seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten sehnlichst erwartet wird. Auffallend, wer die Ausgabe nicht bespricht: Die Mitglieder der Eckhart-Kommission bis auf Seeberg. Und auch er hat Schwierigkeiten, etwas negatives zu finden. Im Herbst erscheinen mehrere Publikationen, in denen auf die kommende "deutsche" Eckhart-Ausgabe verwiesen wird, angeführt von Erich Seeberg mit seinem "Meister Eckhart"-Vortrag, den er vor der Deutschen Philosophischen Gesellschaft gehalten hatte und den Weiß kurz skizziert: "S. handelt über Eckharts Lehren vom Sein, von Gott (Trinität), von der Seele, von der Erkenntnis, von der Gnade, von der Wiedergeburt und über Eckharts Ethik (..) S. gibt allem eine neue Prägung, indem er alle diese Lehren neuplatonisch versteht" (DLZ 56,2 (13.1.1935), 49-52, hier: 50). Seeberg selbst fasst seine Thesen in zwei kürzeren Artikeln (in "Das Evangelische Deutschland" vom 18. Nov. und "Forschungen und Fortschritte" vom 10./20. Dez.) zusammen, wobei er insbesondere gegen den "Pantheismus Eckharts" vorgeht, der von der Deutschen Glaubensbewegung vertreten wird. Sein Vortrag wird später nochmal Thema werden, da dieser auf teils heftige Kritik stößt.
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![]() Anzeige Meiner |
Rosenberg
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Endlich - nachdem durch Kardinalsbeschluß vom 9. Februar der "Mythus" verdammt und auf den Index der verbotenen Bücher gestellt worden war (spöttisch kommentiert in "Deutscher Glaube", Februar 1935 , S. 47: "Übrigens haben fromme und kluge Katholiken längst einen Weg zur Umgehung dieses Leseverbotes gefunden: Sie lassen sich das Rosenbergsche Buch vorlesen. Sich vorlesen lassen ist dann nämlich keine Sünde mehr.") - bezieht auch die Katholische Kirche offiziell Stellung. Mit Datum vom 23. Oktober erscheinen die "Studien zum Mythus des XX. Jahrhunderts" in Berlin (in Seitenzahl unterschiedl. Aufl.) sowie im November in den Bistümer Köln und Münster (herausgegeben von dem Erzbischöflichen Generalvikariat). Bereits im Dezember erscheint eine zweite "verbesserte Ausgabe", bestehend aus drei Teilen: I. Zur Geschichte der Kirche, II. Zur Heiligen Schrift und III. Zum Eckehart-Problem - ohne Nennung der Autoren, aber mit dem Hinweis: "Deutsche Fachgelehte (..) geben Aufklärung". Seine Auseinandersetzung mit der "Religion des Blutes" beginnt der Verfasser des III. Teils (wahrscheinlich Bernhard Lakebrink
"In seiner Verteidigungsschrift spricht der Meister von den 'vielen Broten, die auf den verschiedenen Altären gewandelt werden in den wahren einzigen Leib des Herren selbst, der empfangen und geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus. Mögen zurückbleiben auch die geeinzelten Gestalten, unser Geist wird angenommen in Gnade, und wir werden geeint dem wahren Sohne Gottes, wir werden Glied des einzigen Hauptes der Kirche, das da ist Christus‘" (Berliner Ausgabe [BA], S. 99 bzw. 100; Verb. ND Köln, S. 133) und fährt fort: "Das ist Meister Eckehart! Und hier ist er unser. Wer könnte daran zweifeln? Kann man wirklich diesem Manne noch eine „Religion des Blutes“ zusprechen? Soll nicht alles das, was Eckehart uns bisher zu sagen hatte, eitel Lüge sein, so ist eine solche Inanspruchnahme ein völliges Unding. Wer noch irgend Sinn für ein Ganzheits- bzw, Gestalterfassen in geistesgeschichtlichen Dingen hat, für den ist so etwas aber auch ganz und gar unmöglich" (BA 99/100, Köln 134). Nach etlichen Erklärungen schließt er: "Ist so das Blut jenem Eckehartschen Bedingungssatz (wenn es gut will!) gerecht geworden, dann ist es der edelste Lebensträger in der Hierarchie der vitalen Kräfte. Aber... (und diese Antithese steht gleichgeordnet daneben, so daß man sie doch keineswegs übersehen darf!) eben dieses selbe Blut ist sofort das „ärgste“, wenn es in Auflehnung wider den Geist steht, und andererseits das Fleisch in Verkehrung und Unordnung wider das Blut revoltiert, „das Fleisch dem Blute obsiegt“. Denn das Wesen aller Sünde ist die Aufhebung des geordneten Spannungsausgleichs innerhalb der vital-geistigen Hierarchie. Sünde ist nach Eckehart und der gesamten Scholastik Perversion, Unordnung im vitalen und geistigen Bereich, denn das eine ist im anderen ihm organisch eingefügt. So will Meister Eckehart verstanden sein; denn nur dann kommen alle seine Sätze zur Geltung und brauchen nicht erst mit Sperrdruck und schamhaft-verschwiegenen Elisionen Prokrusteskuren durchzumachen, ehe sie sich willig für Gobineau und Chamberlain mißbrauchen lassen. Es ist im Grunde aber der radikale Stilgegensatz zwischen dem christlichen Denken und dem mechanistisch-evolutionistischen der Moderne überhaupt, der hier aufbricht. Das letztere möchte denn auch unsern Meister Eckehart für sich reklamieren" (BA 101/102, Köln 136). Zu Beginn des 2. Abschnittes "Beziehung von Gott und Mensch" beschäftigt Lakebrink der wohl berühmteste Abschnitt aus Pf. Pr. 87, zu dem Quint anmerkte: "Völlig sinnlos sind die Übersetzungen von Büttner und Lehmann, die den Unsinn ihrer Übertragungen durch Sperrungen noch verschlimmern" (1932, S. 789) und aus dem Rosenberg wesentliche Teile seiner (Fehl)-Interpretationen bezog. Er erstellt einen durch Quints Textbesserungen saubereren mhdt. Text und eine Übersetzung davon (BA 84/85 ff., Köln 117 ff.). |
![]() Internet Archive |
Schließlich ist da noch die Aussage Rosenbergs: "Eckeharts Erklärung wurde ganz folgerichtig von den frommen Inquisitoren als 'leichtfertig' zurückgewiesen. Ehe er aber zum Papst fahren konnte, starb er. Ob eines natürlichen Todes, oder durch Nachhilfe mit einem Pülverchen, ist unbekannt geblieben" (Mythus, S. 254).
Dazu merkt Lakebrink an: "Wenn R., ohne die Spur eines historischen Anhaltspunktes 'von Nachhilfe mit einem Pülverchen' (..) spricht, so mag das den Grad der Objektivität beleuchten, mit der er in diesen Dingen zu sehen gewohnt ist" (BA 103/104, Köln 138) oder, wie es ein "Odtt." in den "Neue Zürcher Nachrichten" am 13. November formuliert: "In der ganzen Literatur findet sich nicht die leiseste Andeutung oder Vermutung eines gewaltsamen Todes. Es blieb dem Haß Rosenbergs vorbehalten, den hochgeehrten in seinem Kloster in Köln Verstorbenen mit einem Giftmord in Verbindung zu bringen" (Rosenbergs Kirche des Mittelalters II.
, Nr. 308).
Odtt. dürfen wir auch getrost das Schlußwort zum Thema Rosenberg überlassen: "Rosenberg biegt Geschichte nach Belieben um, oft in naivster Weise, nur im Gesichtswinkel seiner Tendenz. Seine Kronzeugen sind meist nicht ernsthafte Historiker-, sondern Hintertreppen-Chronisten und Sensationsmacher. Quellenmäßige Arbeit kann man ja von ihm schon gar nicht verlangen. So wird ihm schlagend nachgewiesen, daß seine Behauptung von nationalkirchlichen Tendenzen unter Otto I. historisch absolut unrichtig und der Konflikt zwischen den deutschen Bischöfen und dem 'volkslosen römischen Zentralismus' ein Hirngespinst ist. - Schon dieses Exzerpt mag genügend erweisen, daß Rosenberg kein Historiker, sondern eher ein Hysteriker, ein Hysteriker des Hasses und des Fanatismus ist, den die deutsche Geschichtswissenschaft allermindestens in großem Bogen umgeht, wenn sie ihn schon nicht als Falschmünzer anprangern darf."
Eine skurrile Anekdote kann man dem "Fränkischen Kurier" Nr. 83 vom 25. März 1935, mitgeteilt in "Der Evangelist" 86,15 (14.4.1935), S. 13, entnehmen:
"Die Polizeidirektion Nürnberg-Fürth gibt bekannt: Die vor einigen Tagen erfolgte Mitteilung einer hiesigen Tageszeitung über ein Eingreifen der bayerischen Staatspolizei gegen die aufreizende Behandlung des Rosenberg-Werkes 'Mythus des 20. Jahrhunderts' hat zu zahlreichen Anfragen bei der Polizeidirektion Nürnberg-Fürth geführt. In Beantwortung dieser Anfragen wird mitgeteilt, daß künftighin sowohl in öffentlichen wie in geschlossenen Versammlungen jeder Angriff gegen das Rosenberg-Werk 'Mythus des 20. Jahrhunderts' zu unterbleiben hat, da durch die Behandlung in der bisher gepflogenen Art Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit bereits eingetreten sind."
Nachdem Rosenberg zum "Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP" ernannt wurde, wird im "Amt Rosenberg
" am 16. Dezember "eine Akte zu Meister Eckhart angelegt (Sign. IX 5). Gesammelt werden hauptsächlich Zeitungsartikel (teilweise abgetippt). Daneben enthält sie vereinzelte maschinenschriftliche Seiten, Karteikarten und Photokopien von Drucken und Vorabdrucken. Der letzte abgetippte Zeitungsartikel datiert auf den 23. April 1939. Bis dahin wird mehrfach versucht, die Sammlung durchzunummerieren, und zuletzt nach dem 23. April durchgestempelt vom obersten Blatt (23.4.39 = Nr. 1) bis zum ersten (16.12.34 = Nr. 117). Zwei Blatt erhalten dabei keinen Stempel und die Nr. 103 wird nicht vergeben. Das Bundesarchiv erstellt insgesamt 147 Scans, das Deckblatt inklusive" [E-Ausgabe, S. 68].
Das Digitalisat der Akte ist im Bundesarchiv online abrufbar
. Unter der Archivsignatur NS 15/599 kann man sich das "Digitalisat anzeigen" lassen.
Am 28. Dezember beginnt mit einem Schreiben der NDW (i.V. Wildhagen) an den Herrn Präsidenten der Reichsschrifttumskammer eine Kampagne gegen Meiner, der dieser letzten Endes unterliegen wird. Unter dem Vorwand, dieser hätte die "Auffassung verbreitet, die von der Forschungsgemeinschaft vorbereitete Ausgabe sei ein unnötiges Doppel- und Konkurrenzunternehmen", fordert sie: "Wenn schon das in der Hand von französischen und jüdischen Gelehrten liegende Konkurrenzwerk in einem deutschen Verlage erscheint, so muß verhindert werden, daß dafür eine der deutschen Ausgabe und dem deutschen Ansehen schädliche Propaganda entfaltet wird. Unseres Erachtens kann die weitere Verbreitung der im Verlag Meiner erscheinenden Dominikaner-Ausgabe nur dann gestattet werden, wenn der Verlag darauf hinwirkt, daß im Zusammenhang mit dieser Ausgabe alle mittelbaren und unmittelbaren Angriffe auf die Forschungsgemeinschaft unterbleiben" [E-Ausgabe, S. 69f.].
1935 | ||
| Kindt Tagung Meiner Vermischtes | ||
Prospekt
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Am 22. Januar erscheint im Börsenblatt eine Anzeige und parallel dazu ein: "10-seitiger Prospekt des Kohlhammer Verlages mit dem Titel: „Einladung zur Subskription“. Im Einleitungstext „Eckhart von Hochheim“ schreibt Seeberg: „Nun ist im Verlage Meiner eine Ausgabe der lateinischen Schriften des Meister Eckhart von R. Klibansky und G. Théry O.P. angekündigt, deren erster Faszikel soeben erschienen ist. Wenn wir hier mit einer Gesamtausgabe an die Öffentlichkeit treten, die ebenfalls die lateinischen Schriften umfaßt, so bedarf das eines Wortes der Rechtfertigung. Die Ausgabe der lateinischen Schriften Meister Eckharts ist von französischen Dominikanern in Verbindung mit Klibansky unternommen worden, wobei man von den deutschen Vorbereitungen für eine Eckhart-Ausgabe wußte, die in der Eckhart-Kommission der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft zusammengefaßt wurden. Die deutsche Wissenschaft kann sich von der von ihr vorbereiteten Ausgabe nicht dadurch abhalten lassen, daß durch das Erscheinen jenes ersten Faszikels, der den hundertundzwanzigsten Teil des Ganzen darstellt, die fertige Tatsache der Priorität geschaffen werden soll" [E-Ausgabe, S. 72f. mit dem Faksimile des Prospekts im Anhang].
Eine Woche später erhält Meiner den Prospekt zu Gesicht und wendet sich noch am gleichen Tag (31. Januar) in einem dreiseitigen Schreiben an den Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Nach einigen Schriftwechseln und auch internationaler Kritik kommt es am 19. Februar zu einem Treffen in den Räumen der Reichsschrifttumskammer unter dem Vorsitz von Prof. Suchenwirth |
![]() Anzeige Kohlhammer |
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Im Märzheft der "ausgesprochen literaten- und judenfeindlich[en]" Zeitschrift "Die neue Literatur" (Mauriège, S. 106 Anm. 27; s.o.) erscheint der Aufsatz "Meister Eckhart und das junge Deutschland" von Karl Kindt
Das sorgte erwartungsgemäß für Reaktionen: "...; kommentieren kann man es nicht, man braucht es auch nicht zu tun, die Ausführungen sind so absurd, daß sie sich selbst richten" (Barth, NZZ vom 21. März Der "ostpreußische Heimatdichter" Fritz Kudnig Hermann Schwarz Zu dem ganzen, mit Kindt verknüpften Komplex Maxime Mauriège |
![]() 1. Seite Kindt |
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Anfang April kommt es zu einer denkwürdigen Veranstaltung. Die "Gesellschaft für germanische Ur- und Vorgeschichte", ein deutschgläubiger Verein im Rahmen der "Deutschen Glaubensbewegung
Laut dem im "Reichswart" am 31. März angekündigten Programm ist vorgesehen, auf einen Vortrag eines Deutschgläubigen den eines Vertreters des Christentums erfolgen zu lassen. Von christlicher Seite sind u.a. eingeladen Konrad Weiß und Josef Koch. |
![]() Berichte von der Tagung |
Programm der Tagung:
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Zu dieser Veranstaltung erscheint von deutschgläubiger bzw. deutschreligiöser Seite neben den Abdrucken der Vorträge von Bergmann und Kadner in der Zeitschrift "Nordische Welt" der Gesellschaft ein "Protokoll" mit Vorstellung aller gehaltenen Vorträge in der Mai-Ausgabe der Zs. von einem Dr. F. Ost sowie ein diesen Ideen nahestehender Bericht im "Völkischen Beobachter" 48,101 (11.4.1935), Ausgabe A, S. 7 von einem "H. M." (in der nebenstehenden PDF eingereiht unter den nachfolgenden Beiträgen).
Berichte von christlicher Seite beider Konfessionen finden sich in Tageszeitungen und Wochenzeitschriften. Neben den online einsehbaren enthält die PDF auch einen Bericht in "Das Evangelische Deutschland" vom 14. April unter dem Titel "Ein Gespräch mit Deutschgläubigen. Der mißdeutete Eckhart. - Um die Naturmythologien. - Offenbarung und Naturreligion" von F. Schönfeld. | |
Online (in chronologischer Reihenfolge; M. = Morgenausgabe):
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Damit ist aber auch gut mit den Deutsch-Gläubigen. Das letzte Wort dazu möchte ich Engelbert Krebs
überlassen: "Ich habe mich manchesmal über Denifles ehrlichen Zorn gefreut, mit dem er vor 50 Jahren die Halbwisser und Nichtswisser auf dem Gebiete der mittelalterlichen Mystikforschung in die Schranken gewiesen hat (...) Ich möchte unserer Zeit Denifles Zorn und Feder zurückwünschen, damit er heute, ein halbes Jahrhundert nach seinen bahnbrechenden Forschungen, die Walstatt von den Leuten säubere, die aus den Trümmern einer vor Jahrzehnten geschlagenen Geistesschlacht uns einen gefälschten, nach eigener Phantasie herausgeputzten Popanz als Meister Eckehart und als künftigen Führer der Deutschreligion hinstellen wollen" (Die christlich germanische Frömmigkeit in der deutschen Mystik unter besonderer Berücksichtigung des Meisters Eckehart, in: Oberrheinisches Pastoralblatt 37 (1935), S. 1-15, 41-49, hier: 48).
Meiner
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Ebenfalls im April veröffentlicht Meiner (nach dem Erscheinen des 2. Faszikels mit der Edition Bascours der Prologi zum Opus tripartitum): "Zehn Punkte zur Eckhart-Ausgabe" (Bundesarchiv
Am 26. April schreibt ihm Suchenwirth: "Nach den hier vorliegenden Vorgängen darf ich annehmen, dass die Angelegenheit Eckhart-Ausgabe nun eine endgültige Erledigung gefunden hat und keine wie immer geartete Polemik weder seitens Ihres Verlages noch seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft stattfindet" [E-Ausgabe, S. 89]. Damit schien der Streit beendet zu sein, bis am 18. Juli ein Text in der "Times Literary Supplement" (no. 1746, S. 463) erscheint, der mit "To the editor of the Times" überschrieben ist. Absender ist der Präsident der Royal Historical Society, F. M. Powicke Zu dieser Zeit befindet sich Klibansky wie der Verfasser in Oxford. Es ist also nicht ganz unwahrscheinlich, daß er der Initiator des Schreibens war. Allerdings erweist er damit dem Verlag eher einen Bärendienst. Bereits am 27. Juli schreibt Wildhagen Am 26. August wendet sich der Leiter der Abt. VIII der Reichsschrifttumskammer, Wismann |
![]() Powicke, 18. Juli 1935 |
Vermischtes
Inzwischen waren die Arbeiten an der deutschen Edition soweit gediehen, daß die Ausgabe der ersten Lieferungen sowohl der deutschen als auch der lateinischen Werke "noch vor Weihnachten" erfolgen soll. Da Quint auf seinen bisherigen Bibliotheksreisen etwa 80 bisher unbekannte Handschriften aufgefunden hat, schlägt er am 18. November vor, die Fundberichte in Form von Sonder- oder Beiheften herauszugeben. Außerdem ist er eifersüchtig darauf bedacht, das seine erste Lieferung der deutschen Predigten mindestens gleichzeitig mit der ersten lateinischen Lieferung herauskommt und auf keinen Fall danach.
Aufgrund der offenkundig relativ beliebigen Schreibweise regt Franz Pelster
in seiner Besprechung der ersten beiden Faszikel der MEOL an: "Erwünscht wäre auch eine Untersuchung über den Namen und die tatsächlich vorkommenden Schreibweisen. Soll man Eckhard, Eckhart, Eckehart schreiben? Im Lateinischen kommen Ekardus, Eckardus, Aychardus vor. Ekardus dürfte aus sprachlichen Gründen den Vorzug verdienen" (Gregorianum 16,2 (1935), S. 286). Er wird 1936 nochmal darauf zurückkommen. Aber anscheinend ist er der einzige, den das interessiert.
In diesem Jahr erscheinen über 80 Veröffentlichungen zu Meister Eckhart. Diese Anzahl wird erst 1986 wieder erreicht werden und dauerhaft überschritten erst ab 1994 (s. Bibliographie
).
1936 |
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Am Montag, dem 27. Januar 1936 (einen Tag vor Eckharts vermutetem 608. Todestag) wird von Kohlhammer die erste Lieferung des dritten Bandes der lateinischen Abteilung ausgegeben und trotz Quints Bemühungen erscheint seine erste Lieferung erst einen Monat später am 27. Februar. Ebenfalls im Februar veröffentlicht Meiner die dritte Lieferung seiner Ausgabe (Faszikel XIII), die Quaestiones Parisienses in der Edition von Antoine Dondaine
Mit der Edition der "deutschen und lateinischen Werke" startet damit ein durchaus ambitioniertes Unternehmen, dessen Schwierigkeiten und Dauer allen Beteiligten offensichtlich nicht bewußt ist (s. Wirkung). Der letzte Band der Gesamtedition wird erst im Jahr 2024 erscheinen. Zunächst aber geht es darum, die Trommel für den Start zu rühren oder, mit Quints Worten, mit der "Propaganda" zu beginnen. Am 6. Februar schreibt W. Kohlhammer an die DFG, in der er eine "Pressebesprechung" für den 20. oder 21. Februar vorschlägt und eine Liste der Zeitschriften beilegt, die ein Besprechungsexemplar erhalten sollen (s. nebenstehende PDF): "Inwieweit die einzelnen Tageszeitungen mit Besprechungsstücken versehen werden sollen, möchte ich der Entscheidung der Forschungsgemeinschaft anheimstellen". Am 24. Februar teilt er mit, er möchte mit der Werbung bei den 45 deutschen Zs. beginnen: "Über die Belieferung der Tagespresse und der ausländischen Zeitschriften könnte ja dann möglicherweise Verständigung herbeigeführt werden, wenn die geplante Pressebesprechung in Berlin stattfinden soll". Ob diese Pressebesprechung jemals stattfand, weiß ich nicht, denn am 26. März schreibt Kohlhammer an die DFG: "Da die geplante Pressebesprechung nicht mehr vor Ostern stattfinden wird, wollen sie mit den Werbemaßnahmen direkt beginnen (..)" [E-Ausgabe, S. 112] und danach findet sich das Thema nicht mehr in den Schreiben des Verlags an die Forschungsgemeinschaft. Bevor die eher schleppende Werbekampagne anläuft, erscheinen zwei Besprechungen der lateinischen Lieferung von Dietrich Seckel |
![]() Zeitschriftenliste Kohlhammer |
Im September erscheinen die ersten beiden Lieferungen des fünften Bandes der lateinischen Werke, die auch 99 Prozent der Edition des Tractatus super oratione dominica enthalten. Auf die noch fehlenden letzten vier Zeilen Text wird das interessierte Publikum 52 Jahre warten müssen. Keiner der Beteiligten von 1936 wird das mehr erleben. Aber zum Glück steht ja die Edition von Klibansky zur Verfügung.
Im Dezember-Heft der Zs. "Theologische Blätter" vermerkt der Rezensent der bisherigen Lieferungen, Otto Piper
, ganz zum Schluß in einer Anmerkung: "Der Streit zwischen den beiden Eckhart-Ausgaben geht inzwischen weiter. Joseph Koch hat in der Zeitschr. f. Kirchengesch. Heft I/II, 1936, S. 264—285 „Kritische Bemerkungen zu Hildebrand Bascours neuer Ausgabe der E.-Prologe“ (vgl. meine Besprechung in den ThBl 1935/7. 8. Sp. 175ff.) gemacht. Er behauptet, daß B.s Edition den kritischen Anforderungen nicht genüge; die beiden Hauptfehler seien die Vermengung zweier Redaktionen in demselben Texte und die mangelhafte Benützung der von E. benützten Quellen, insbesondere der Uebersetzungen aus dem Griechischen (S. 285). Der erste Vorwurf scheint mir trotz der vielen von Koch angebrachten Einzelheiten unbegründet. Denn Kochs Versuch, die beiden Redaktionen wiederherzustellen, beruht genau so auf hypotetischen Möglichkeiten wie Bascours Text. Die handschriftliche Ueberlieferung scheint mir vorläufig nur den Schluß zuzulassen, daß die vorliegenden Texte überarbeitet sind. Dagegen wird es sich auf grund des bisher vorliegenden Materials nur in ganz geringem Umfange mit Sicherheit sagen lassen, was in den zur Verfügung stehenden Texten auf Kosten E.s und was auf Kosten der Abschreiber oder etwaigen Redaktoren zu setzen ist. Das gilt von Kochs Ausführungen genau so wie den entsprechenden Bascours in seinem Artikel „La double rédaction du premier commentaire de Maître Eckhart sur la Genèse“ (Recherches de Theologie ancienne et medievale, juillet 1935, p. 294—320). Was Koch zur Begründung seines zweiten Vorwurfes anführt, berührt nebensächliche Punkte und hat auf die Textgestaltung keinen Einfluß. Dom Bascour hat seinerseits in einem Rundschreiben die Herausgeber der Berliner Ausgabe angegriffen. Auf Einzelheiten in Kochs Artikel geht er nicht ein, pariert vielmehr dessen Angriff auf den Wert der Sabina-Ausgabe mit dem Vorwurfe, die Herausgeber der lateinischen Schriften in der Berliner Ausgabe hätten in weitem Umfange Forschungsergebnisse der anderen Ausgabe verwertet, ohne ihre Abhängigkeit kenntlich zu machen. Man kann nach diesen wenig erquicklichen Auseinandersetzungen nur wiederholen, wie bedauerlich es im Interesse der Wissenschaft ist, daß die beiden E.-Kommissionen die gleiche Arbeit zweimal tun und gegen —, statt miteinander arbeiten."
Ebenfalls im Dezember kommt Pelster (s.o.) bei der Besprechung Dondaines nochmal auf das Thema "Eckhart" zu sprechen: "K. führt eine grosse Anzahl von Schreibweisen an. Ayerdus in Vat. 1086 kommt nicht in Betracht, da es offenbar ein Verschreiben aus Aycardus ist. Eckehard selbst schrieb Ekehard, die lateinische Form Aychardus ist nach dem hochdeutschen Aychart (Eichhart) gebildet, ebenso wie Ekardus nach dem niederdeutschen Ekhard. Wie sollen wir schreiben? Die hier verwandte Form Eccardus scheint mir recht unglücklich, da sie den Ursprung völlig verwischt. Eichhart ist zu ungewohnt, Eckhart wieder eine wenig glückliche Mischung. Ich würde der rein niederdeutschen Schreibweise des Mannes selbst Ekehard (vgl. Bernhard) den Vorzug geben oder falls dies zu ungewohnt, auch mit Eckehard vorlieb nehmen, aber Eckard und Eckhart unbedingt ablehnen" (Gregorianum 17,4 (1936), S. 621f.) [E-Ausgabe, S. 125].
1937 |
![]() Remarques, S. 1-4 |
Der Titel lautet: "Remarques sur la méthode employée par l’édition des oeuvres de Maître Eckhart sous le patronage de la 'Forschungsgemeinschaft'" und weist folgende Gliederung auf:
I. M. J. Koch
A. Jourdain de Quedlinburg (Unterpunkte 1., 2., 3.)
B. L'Expositio orationis dominicae d’Eichstätt 145 (1., 2.)
C. Double rédaction (1., 2.)
II. M. B. Geyer
A. Ordre des “Quaestiones Parisienses" (1., 2., 3.)
B. Les "Quaestiones spuriae" de Vat.lat.1086 (1., 2., 3., 4.)
C. Les conjectures du P.Dondaine
III. M. E. Seeberg
A. Remarque générale
B. Quelques détails
1. Origine du Cod.cusanus. 21
2. Jean Stam, possesseur du Cod. cus.125
3. Le "Super oratione dominica", "oeuvre de jeunesse"
4. La "Catena aurea" de S.Thomas, source d’Eckhart
5. Le style du traité et son genre de composition
6. L'originalité du traité
7. Les sources du traité
8. Le texte, Conjectures textuelles
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Die "Remarques" sind der Vorwurf des Plagiats seitens der Messieurs Koch, Geyer und insbesondere Seeberg. Begründet wird dies u.a. mit gleichlautenden bzw. ähnlichen Stellen aus beiden Editionen. Am 16. Februar wendet sich Koch in dieser Sache an die DFG und legt sein Schreiben an O. Lottin
Nachdem Koch weitere Antworten (u.a. von Lottin und Meersseman Darauf antwortet Griewank Damit war die Sache für die deutsche Seite mehr oder weniger erledigt. Mir ist jedenfalls kein Artikel bekannt, weder von den Beteiligten selbst noch von anderer Stelle, in dem auf das "Rundschreiben" noch einmal konkreter eingegangen worden wäre. Nur Koch, den die Vorwürfe gegen ihn wohl zutiefst gekränkt hatten, kommt in einem Schreiben vom 19. Mai an Griewank im Zusammenhang mit seiner Veröffentlichung der "Cusanus-Texte. I. Predigten. 2/5. Vier Predigten im Geiste Eckharts" noch einmal darauf zu sprechen: "Gerade im Hinblick auf jenes Rundschreiben ist das Erscheinen meiner Abhdlg sehr wichtig. Unsere verehrlichen Konkurrenten müßten wirklich mit Blindheit geschlagen sein, wenn sie jetzt noch behaupten wollten, ich verdanke meine Kenntnis der Beziehungen zwischen Eckhart-Jordanus und Cusanus Herrn Klibansky" sowie ein letztes Mal in einem Schreiben vom 27. Juni [E-Ausgabe, S. 146 und 149]. Anders auf der gegnerischen Seite. J. G. Sikes, "sometime Scholar of Jesus Coll., Cambridge", der als Editor der Sermones der Opera Latina vorgesehen war (so Meiner in den Zehn Punkten), veröffentlicht in der April-Ausgabe des "Journal of Theological Studies" eine Rezension der ersten beiden Lieferungen der Lateinischen Werke, in der er einige Vorwürfe anspricht: "There are surprising signs of a tacit dependence of the German edition upon that of Klibansky and Théry. Thus, Seeberg's short preface to the Commentary on the Lord's Prayer seems to be very largely a resume of the elaborate introduction given in Klibansky's edition (..) In his edition of the Quaestiones Geyer does indeed refer frequently to Fr Dondaine's preface and text, although there are some sure indications that the latter's conjectures have sometimes been tacitly adopted. Further, in his introduction to the Commentary on St John, Dr Koch refers to the plagiarisms of that work by Jordan of Quedlinburg, a fact which was first pointed out by Dr Klibansky ..." usw. (38,150 (1937), 202-204). Das scheint aber eher die Ausnahme gewesen zu sein. |
![]() Schreiben von Koch |
Der Preis wurde nur noch einmal 1938 verliehen. Dann war Krieg.
In diesem Jahr erfolgen zwei weitere Lieferungen der lateinischen Werke (im Januar Band I und im Oktober Band IV) und die zweite der deutschen Werke (im Februar). Für letztere wurden einige Bibliotheksreisen von Quint und Pahncke geplant bzw. unternommen.
1938 | ||
| Pahncke Fabeck / Kolbenheyer / Nishitani | ||
Auch in diesem Jahr erscheinen drei Lieferungen: Im März die dritte der DW und die zweite des dritten Bandes der LW sowie im September die zweite des ersten Bandes.
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Am Sonntag, dem 10. April (Jahrgang 14, Nr. 134), liest man in der Tageszeitung "Westdeutscher Beobachter
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![]() Artikel Quint |
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Im August kommt ein schon lange schwelender Streit zwischen Quint und Pahncke zu einem eruptiven Ausbruch. Nachdem es am 29. April bei einem Treffen der Eckhart-Kommission in Berlin zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen war, entzündet er sich diesmal an der Bearbeitung und der Kommentierung Quints der Predigt 15 "Homo quidam nobilis", die von Pahncke bereits 1908 in der ZfdA 49
Im Bundesarchiv (Berlin-Lichterfelde) befindet sich ein Ordner der DFG mit der Aufschrift "Eckhart-Ausgabe. Differenzen Quint-Pahncke", der später die Nr. "R 73/10818" bekam, der u.a. die Durchschläge der Briefe Pahnckes enthält. Dieser verschickte in den ersten Wochen des Augusts seine Stellungnahmen zu Predigt 15 an Koch, Spamer, Griewank und Seeberg (ab 12.8.). Wenn man davon ausgeht, das er eine Kopie für sich selbst behielt, dann enthält der Ordner den 3., 4. oder 5. Durchschlag. Davon erstellte das BA einen Mikrofilm, von dem ich wiederum die Scans anfertigte. Entsprechend schlecht ist die Qualität. Ich habe versucht, die Bildqualität noch etwas zu verbessern, aber das Ergebnis hält sich in Grenzen (s. PDF). Eine bessere Kopie sollte sich im Nachlaß von Koch befinden (Meister-Eckhart-Archiv |
![]() Pahncke vs. Quint |
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Die Briefe Pahnckes:
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Pahncke beläßt es nicht bei textkritischen Anmerkungen zur Quintschen Textgestalt (und dessen Anmerkungen) zu "seiner" Predigt (die er in Teilen als verletzend empfindet). Insbesondere in seiner Stellungnahme vom 8. August geht er Quint auch direkt an. Einige Beispiele: "Die geringschätzige und anmassende Art , in der Quint mich im April 1938 in Berlin in einer Sitzung der Eckhartkommission behandeln zu dürfen glaubte ( die in einer anschliessenden Aussprache zwischen Quint und mir praktisch noch schärfere Formen annahm und - was kaum zu glauben aber wahr ist - theoretisch in der Forderung , mich a priori seiner höheren Einsicht zu unterwerfen, gipfelte )..", "wie wenig Grund Quint hat , an den Leistungen anderer unfreundlich herumzukritteln , und dass auch er trotz all seiner voluminösen Hülfsmittel bei seiner Eckhartarbeit in genau denselben Masse und genau denselben Fehlern und Irrtümern unterworfen ist wie andere an diesen Dingen arbeitende gewöhnliche Sterbliche auch" oder "..wie verzeihlich das Irren auf diesem trügerischen Boden und in solchen Labyrinthen ist und wie daher hier jeder Mitarbeiter dem anderen freundlich helfen sollte (..) anstatt sich auf einen Sinai wie auf ein Monopol zu setzen und zu zürnen und mit den kleinen Geschöpfen zu seinen Füssen unfreundlich um mehr oder weniger grosse Dinge unfreundlich zu rechten , wie der Gott des alten Testaments".
Die Angelegenheit endet damit, daß Quint seinen Text überarbeitet: "Wir haben im einzelnen vereinbart, daß die Charakteristik Ihrer früheren Publikationen auf Seite 242 oben gestrichen wird und daß die Charakterisierungen Ihrer Textfassungen mit 'fälschlich', 'irreführend' 'nicht erkannt' usw. durchweg in Fortfall kommen. Aus der von Ihnen gefundenen Nürnberger Handschrift wird im Anschluss an Predigt 15 nur der Teil gebracht, der als Paralleltext zu dieser Predigt zu gelten hat. (..) Die Einleitung des abzudruckenden Stückes wird neu gefasst; sie stellt Quints Mitteilungen über die Zusammensetzung des Textes und über sein Verhältnis zur Predigt 15 in den Vordergrund, sodaß dem Ganzen nicht mehr der Charakter einer polemischen Auseinandersetzung mit Ihnen zugesprochen werden kann. Die Stellen, die nur allgemeinen Auseinandersetzungen mit Ihnen gelten, werden gestrichen, ebenso die Charakterisierungen Ihrer Vorschläge in den Anmerkungen Seite 255 und 256" (Griwank an Pahncke am 26. August) und Pahncke sich bei Quint entschuldigt, was dann auch geschieht. Quint sieht keinerlei Fehlverhalten seinerseits, ändert aber im Interesse der Kommission (vgl. sein Schreiben vom 20. September). Die Lieferung wird aber erst im Jahr 1948 erscheinen. Die ursprünglichen Seiten dürften sich noch im Nachlaß von Quint befinden. Soweit die geraffte Darstellung. Ausführlich im Buch, S. 175-188. |
Fabeck / Kolbenheyer / Nishitani
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Der Herbst sieht zwei Romane, in denen Meister Eckhart auftritt. Der erste stammt von einer Dorothea von Fabeck, von der man seltsamerweise nicht einmal die Lebensdaten kennt und von der auch nur zwei Veröffentlichungen im WorldCat
Ihr Roman "Der Sänger der Rothenburg. Ein Kyffhäuserbuch" wird vom 11. Oktober Der andere Roman "Das gottgelobte Herz" von dem ungleich bekannteren Erwin Guido Kolbenheyer Der Roman erfährt allein im Jahr 1938 vier Auflagen mit 45.000 verkauften Exemplaren. Während seines Studiums bei Heidegger in Freiburg verfaßt Keiji Nishitani
1. September
"Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten." 13. September
15. September
18. September
1. Oktober
4. Oktober
Als einzige (achte) Lieferung erscheint im Oktober die zweite Lfg. des vierten Bandes der LW.
Auch in diesem Jahr erscheint nur eine Lieferung, die dritte des dritten Bandes der LW im Mai. Nach Aussagen von Koch hat er sie mehr oder weniger allein gestemmt, da sein Mitherausgeber Karl Christ
Den Sommer über sitzt Koch über den Leica-Aufnahmen eines Sentenzenkommentars in der Hs. 491 aus Brügge, "und nun besteht für mich kein Zweifel,daß wir hier die Sentenzenvorlesung Eckharts in der Nachschrift eines intelligenten Studenten vor uns haben. Das Wesentliche ist dies, daß der Name da steht, wo die eigenen Stellungnahmen des Verfassers erscheinen. Zudem begegnet man auf Schritt und Tritt denselben Meinungen wie in den Schriftkommentaren (..) Darum ist es für mich unbedingt erforderlich, daß ich die Handschrift selbst untersuche." Koch ist so überzeugt von der Autorschaft Eckharts, daß er den Plan der Edition umgestalten will: "Aus dem Fund ergeben sich folgende Aufgaben:
Der 'Tractatus super Oratione Dominica' wird an den Schluß von Bd. II gesetzt. Dort ist er richtiger am Platz, weil er ja wohl ein Stück von dem verlorenen Matthäus-Kommentar Eckharts ist.
Die "Acta et regesta vitam magistri Echardi illustrantia" und der "Processus contra magistrum Echardum" würden dann mit dem Bd.VI verbunden und an dessen Anfang gestellt. Diese "idealere" Lösung ist aber wohl deshalb praktisch nicht mehr möglich, weil wir in andern Bänden nicht nur die Bandnummer der Texte aus Bd V zitieren, sondern auch die Seite, ja Zeile. Herr Quint verweist sogar gewöhnlich nur auf Bd nebst Seite und Zeile. Infolgedessen wird wohl praktisch nur die Lösung a) in Betracht kommen" (Schreiben an die DFG vom 15. November) [E-Ausgabe, S. 219f.]. 26. Juli 1941
11. Oktober 1941
8. Februar 1942
1948 lehnt Gillis Meersseman in seinem Aufsatz "De Sententiёnkommentaar (Cod. Brugen. 491) van de Gentse lektor Philips O.P. (1302-4)" die These Kochs von der Autorschaft Eckharts ab: "De auteur van de kommentaar is niet Eckhart, maar een baccalaureus, die onder zijn invloed stond, en die in 1302 met de verklaring van boek I begon" [E-Ausgabe, S. 249]. Das sollte nicht die letzte Stellungnahme bleiben. Zuletzt äußerte sich Ludwig Hödl zum Thema (s. Bibliographie
Auch die Auseinandersetzungen zwischen Pahncke und Quint gehen weiter: 1959, 1961 und 1963 (E-Ausgabe S. 253-255) und endet auch von Seiten Quints mit dem Tod Pahnckes 1969 nicht (vgl. Max Pahncke). Nachdem das Buch mit einem Zitat des Herausgebers der lateinischen Werke begann, überlasse ich Georg Steer (der am 1. Januar 2025
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